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Eddas Elchkuchen

Tante Eddas magischer Kuchen mit dem Lieblingsgewürz der Elche

Irgendwo hoch oben im Norden von Schweden, im beschaulichen Örtchen Jokkmokk, lebte Rentier Fredriks Urgroßtante Edda.

Edda war berühmt für ihren famosen Elchkuchen, denn sie würzte ihn mit dem Lieblingsgewürz aller Elche – mit Kardamom! Dieser besondere Kuchen hat eine sehr lange Tradition bei den Elchen in Jokkmokk.

Rentier Fredrik kann sich noch genau an den ungewöhnlich feinen Geschmack erinnern. Und an die schönen Stunden, die er bei Tante Edda verbracht hatte als er klein war.

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Das ist Urgroßtante Edda mit ihrem Elchkuchen. Sie liebte ihre blaue Kaffeekanne aus Dänemark namens „Madame Blå“, die beim Nachmittags-Kaffee niemals fehlen durfte.

Jedes Jahr in der Weihnachtszeit machte sich die ganze Familie Rentier auf den langen Weg von Lillefjord (das ist sehr weit im Norden, fast am Nordkap!) nach Jokkmokk, um Edda zu besuchen. Und immer wenn Rentier Fredrik mit seinen Eltern und Geschwistern bei Tante Edda zu Besuch war, gab es eine riesengroße Kaffeetafel mit Unmengen von köstlichem Gebäck, Kaffee, Limo für die Kleinen und Schnaps für die Großen. Alle hatten Platz an dem langen und reich gedeckten Tisch. Es wurde geschlemmt, gelacht, gesungen und getanzt bis in den frühen Morgen.

Fredrik erinnert sich immer wieder gern an diese fröhlichen Feste. Und natürlich an den magischen Kuchen von Tante Edda.

Nun ist Fredrik schon lange ein ausgewachsenes Rentier. Er arbeitet als Schlitten-Mechaniker und hält das ganze Jahr über den Fuhrpark des Weihnachtsmanns in Ordnung. Aber das ist eine andere Geschichte.

Heute ist ein besonderer Tag. Fredriks Freundin Ludmilla kommt, um ihn zu besuchen. Fredrik ist aufgeregt, denn er mag Ludmilla sehr. Sehr, sehr! Darum möchte er zum gemeinsamen Kaffee etwas vorbereiten, das Ludmilla auf jeden Fall schmeckt. Schließlich soll sie nur den allerbesten Eindruck von Fredrik bekommen, damit sie vielleicht noch ein zweites Mal zu Besuch kommt.

Also backt Fredrik den magischen Kuchen nach dem geheimen alten Rezept von der guten alten Tante Edda. Und er tut sicherheitshalber eine winzige Spur mehr vom Zaubergewürz namens Kardamom hinein, als im Rezept steht.

Und wie wunderbar – der Kuchen ist ein voller Erfolg. Ludmilla ist entzückt! Vielleicht kommt sie schon bald wieder, hat sie gesagt. Und Fredrik ist glücklich. Sehr glücklich!

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Willst du Eddas Elchkuchen mit Kardamom backen? Dann brauchst du diese Sachen:

  • 3 Eier, Zimmertemperatur
  • 90 g hellen Rohrzucker
  • 40 g braunen Zucker
  • 150 g Butter
  • 3 TL frisch gemörserten Kardamom (nur die Körner ohne Kapsel)
  • 110 g Mehl
  • ¼ TL Salz
  • 3 EL Zitronensaft
  • die geriebene Schale einer halben Bio-Zitrone

 

Und so macht man den zauberhaften Kuchen:

  1. Zuerst musst du die Eier trennen. Stelle das Eiweiß zur Seite.
  2. Lasse die Butter in einem Topf vorsichtig schmelzen und wieder etwas abkühlen.
  3. Verquirle die Eigelbe mit dem braunen Zucker in einer größeren Schüssel.
  4. Gib die weiche Butter hinzu und schlage die Zutaten zu einer gleichmäßigen Masse.
  5. Schütte das Mehl durch ein Sieb und vermische es mit dem gemörserten Kardamom und dem Salz. Dann gib es zu der feuchten Masse und rühre alles mit dem Zitronensaft und der Zitronenschale vorsichtig so lange zusammen, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht. Wichtig – nicht zu lange rühren!
  6. Quirle nun mit dem Mixer die Eiweiße zu Eischnee bis sich kleine Spitzen bilden (wie man Eischnee macht, kannst du hier sehen). Rühre dann nach und nach den hellen Rohrzucker in den Eischnee bis die Masse schön fest wird.
  7. Hebe jetzt die Eischnee-Zucker-Masse unter den Teig. Auch hier gilt: Vorsichtig unterheben, nicht zu lange rühren.
  8. Gib den Teig in eine kleine, gut gefettete und mit Semmelbröseln oder Grieß bestreute Kranz- oder Gugelhupf-Form. Fredriks Kranzform hat einen Durchmesser von 21 cm. Achtung! Der Kuchen klebt gern in der Form, darum musst du sie sorgfältig überall einfetten.
  9. Backe den Kuchen im vorgeheizten Backofen (170 °C bei Umluft) gute 40 Minuten. Mach den Stäbchen-Test um zu prüfen, ob der Kuchen fertig gebacken ist. Falls er nach 20 Minuten schon sehr braun ist, decke die Form für den Rest der Zeit mit etwas Alu-Folie ab. Wenn der Kuchen abgekühlt ist, kannst du ihn mit etwas Puderzucker bestreuen.

Ein spezieller Tipp von Fredrik: Eine gute Portion Sahne und ein Gläschen Eierlikör zum Elchkuchen war ganz nach Ludmillas Geschmack… . 

Und noch ein Tipp: Der Elchkuchen ist kein reines Weihnachtsrezept. Er schmeckt immer und zu jeder Jahreszeit!

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Magst du Gebäck mit Kardamom? Dann probier doch mal Florians Kardamom-Kekse oder Fischer Fratz‘ Kutter-Bojen!

 

Schon 2 Kommentare

  1. Nicht(e)Ludmilla sagt:

    Auf Eddas Elchkuchen-Rezept habe ich bereits sehnsuchtsvoll gewartet! Ich durfte ihn nämlich schon probieren und…er ist köstlich!
    Saftig, mit zartem Kardamom-Aroma, mit frischer Sahne – ein Gedicht.
    Wer jetzt glaubt, mein Name sei Ludmilla – ich kenne keinen Frederick, noch nicht. Und den Eierlikör ließ ich auch stehen, aber eine gewisse L. hat zugegriffen, und die muss es wissen.

    • Lotte sagt:

      Liebe Keksefee, danke für diese nette Rückmeldung! Vielleicht kommt Rentier Fredrik ja bei dir vorbei, wenn du den Kuchen backst. Zusammen mit Ludmilla und möglicherweise einer ganzen Rentier-Rasselbande! Dann empfiehlt sich wohl die doppelte Teigmenge und eine große Kuchenform. Liebe Grüße schickt dir Lotte

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